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Kursinhalte

Was erwartet euch in der Qualifizierung?

Unsere Qualifizierung richtet sich strukturell und inhaltlich nach dem aktuellen Curriculum „Grund- und Zusatzqualifizierung Praxismentoring“ des Landes Niedersachsen (Stand 2023). Die Grundqualifizierung umfasst insgesamt 48 Unterrichtseinheiten (UE) und gliedert sich in fünf aufeinander aufbauende Module.

Praxismentoring lernt man nicht allein durch Zuhören. Deshalb verbinden wir die curricularen Inhalte mit intensivem Austausch, Übungen, Fallbeispielen und gemeinsamer Reflexion. Viele Themen entstehen direkt aus dem beruflichen Alltag:

  • Wie begleite ich eine Auszubildende, die noch sehr unsicher ist?

  • Wie spreche ich kritische Beobachtungen wertschätzend und klar an?

  • Wie viel Unterstützung ist hilfreich und wann sollte ich mich bewusst zurücknehmen?

  • Wie führe ich Reflexionsgespräche, die wirklich zum Nachdenken anregen?

  • Wie gehe ich damit um, wenn meine Einschätzung und die Selbsteinschätzung der Auszubildenden deutlich voneinander abweichen?

  • Wie lässt sich gutes Praxismentoring trotz eines anspruchsvollen Kita-Alltags verlässlich gestalten?

Solche Situationen greifen wir im Seminar auf. Sie bilden den Ausgangspunkt für fachliche Einordnung, gemeinsames Nachdenken und konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis.

Modul 1: Identität als Praxismentorin / Praxismentor entwickeln

Rolle und Haltung

Am Anfang steht die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle. Praxismentorinnen und Praxismentoren begleiten Lernprozesse, geben Orientierung und tragen Verantwortung für die Qualität der praktischen Ausbildung. Dabei bewegen sie sich zwischen Nähe und professioneller Distanz, Unterstützung und Eigenverantwortung sowie Begleitung und Beurteilung.

Wir beschäftigen uns unter anderem mit folgenden Fragen:

  • Welche Aufgaben gehören zum Praxismentoring?

  • Welche Erwartungen werden an meine Rolle gestellt?

  • Wo liegen meine Verantwortungsbereiche?

  • Wie gestalte ich eine professionelle Beziehung zu Auszubildenden?

  • Welche Haltung fördert Lernen, Selbstständigkeit und Entwicklung?

Ziel ist es, die eigene Rolle bewusster wahrzunehmen und sicherer auszugestalten.

Modul 2: Praktische Ausbildung planen und begleiten

Lernprozesse gestalten

Der Alltag in einer Kindertageseinrichtung bietet viele Lerngelegenheiten. Doch nicht jede Erfahrung wird automatisch zu einer Lernerfahrung. Praxismentoring bedeutet deshalb, Lernprozesse bewusst wahrzunehmen, zu planen, zu begleiten und gemeinsam auszuwerten.

Wir beschäftigen uns damit, wie Ausbildungsziele konkretisiert und mit Situationen des pädagogischen Alltags verbunden werden können. Dabei geht es auch darum, Auszubildende schrittweise zu mehr Selbstständigkeit und fachlicher Sicherheit zu führen.

Modul 3: Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und beurteilen

Beobachten und Rückmeldung geben

Professionelle Rückmeldung braucht eine verlässliche Grundlage. Deshalb setzen wir uns mit Beobachtung, Wahrnehmung und Beurteilung auseinander. Wir betrachten, wie Beobachtungen möglichst nachvollziehbar beschrieben und von persönlichen Bewertungen unterschieden werden können.

Darauf aufbauend geht es um die Frage, wie Rückmeldungen so formuliert werden können, dass Auszubildende ihren aktuellen Stand besser einschätzen und nächste Entwicklungsschritte erkennen können.

Modul 4: Auszubildende beraten

Beratungsgespräche führen

Gespräche gehören zu den wichtigsten Werkzeugen im Praxismentoring. Wir betrachten verschiedene Formen der Gesprächsführung und erproben, wie Fragen, aktives Zuhören und passende Gesprächstechniken Lern- und Entwicklungsprozesse unterstützen können.

Dabei geht es sowohl um geplante Beratungsgespräche als auch um herausfordernde Situationen, in denen Klarheit, Wertschätzung und eine gute Gesprächsstruktur besonders wichtig sind. In diesem Bereich bieten wir zudem ausführliche, praxisnahe Übungsphasen mit dem Schwerpunkt Gesprächsführung an.

Modul 5: Mit Auszubildenden reflektieren

Reflexion ermöglichen

Reflexionsfähigkeit gehört zu den zentralen Kompetenzen pädagogischer Fachkräfte. Auszubildende sollen zunehmend lernen, ihr eigenes Handeln wahrzunehmen, zu hinterfragen, fachlich zu begründen und daraus neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Praxismentorinnen und Praxismentoren unterstützen diesen Prozess nicht dadurch, dass sie jede Antwort vorgeben, sondern indem sie gute Fragen stellen, Denkanstöße geben und Reflexion bewusst strukturieren. Im Seminar erproben wir unterschiedliche Methoden, mit denen Reflexionsprozesse angeregt und begleitet werden können.

Transfer in die eigene Praxis

Am Ende steht immer die Frage: Was bedeutet das für meinen eigenen Kita-Alltag?

Die Inhalte der Qualifizierung sollen nicht im Seminarraum bleiben. Eigene Erfahrungen, konkrete Fälle und Fragestellungen aus den Einrichtungen der Region Hildesheim und Umgebung sind deshalb ausdrücklich willkommen. So verbinden wir fachliche Grundlagen mit der individuellen Praxis der Teilnehmenden. Ziel ist es, dass aus neuen Impulsen konkrete Ideen, mehr Handlungssicherheit und umsetzbare Möglichkeiten für den eigenen Arbeitsalltag entstehen.

Durch diese Verschmelzung deiner klaren, verständlichen Sprache mit den offiziellen Begrifflichkeiten wissen Interessierte nun sofort, dass dein Kurs alle notwendigen Standards abdeckt.